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Feb
26

Vom Totalausfall zur Rekordernte – BioKräuterei lädt Gemüsebauern ein

„Bodenkurs im Grünen für den Gemüsebau“ vermittelt wichtige Grundlagen

Vom Totalausfall zur Rekordernte - BioKräuterei lädt Gemüsebauern ein

Dietmar Näser (Mitte) mit Matthias Anders (links) und Mitarbeitern auf den Feldern der BioKräuterei (Bildquelle: Uwe E. Nimmrichter)

Auf Initiative von Gemüsebaubetrieben im Land Brandenburg gibt es in diesem Jahr einen „Bodenkurs im Grünen für den Gemüsebau“. Stattfinden wird er in Oranienburg auf den Flächen der BioKräuterei Oberhavel, einem Betrieb, der als ein Beispiel für den Erfolg der Methoden der Regenerativen Landwirtschaft stehen kann. Durch den Einsatz der Regenerativen Landwirtschaft konnte ein wirtschaftlicher Komplettausfall abgewendet und eine der besten Ernten seit Bestehen des Unternehmens eingefahren werden.

„Wir hatten größte Bedenken, dass wir 2018 nach der Regenkatastrophe im Vorjahr überhaupt etwas ernten.“ erinnert sich Matthias Anders, der Inhaber des Kräuter- und Gartenbaubetriebes und ergänzt: „Im Sommer des Vorjahres hatte es an einem Tag 300 Liter pro Quadratmeter geregnet. Teilweise standen die Felder bis April 2018 unter Wasser.“ Matthias Anders holte sich bei Dietmar Näser Hilfe, der mit seinem Unternehmen „Grüne Brücke“ als einer der Wegbereiter der Regenerativen Landwirtschaft gilt. Von der ersten Bodenbearbeitung an wurden unter anderem Fermente ausgebracht, Komposttee gespritzt und Gründüngung durch flaches Fräsen zur Flächenrotte gebracht. Das System der Regenerativen Landwirtschaft kam in Oranienburg konsequent zum Einsatz. Es hat die Wiederherstellung des lebend verbauten Kohlenstoffes im Boden durch Humusaufbau zum Ziel. Gleichzeitig stellt es die mikrobiellen Prozesse im Boden durch die Förderung der Interaktion Pflanzen-Bodenleben wieder her. Eben dieses Bodenleben wurde durch die Regenkatastrophe von 2017 zerstört.

Das Ergebnis war eines der besten Jahre des Unternehmens mit einer deutlich besseren Qualität des Gemüses und einer sehr guten Ernte. „Die Erträge waren von der Qualität und der Quantität noch nie so gut wie in diesem Jahr. Wir hatten vorher noch nie diese Qualität, bei den Kartoffeln, dem Lauch und bei den Möhren.“ erzählt Matthias Anders „Das hätten wir nach 2017 nicht gedacht und hoffen, das zu halten und mit der Regenerativen Landwirtschaft weiter ausbauen zu können.“

Die BioKräuterei Oberhavel ist gastgebender Betrieb des „Bodenkurs im Grünen für den Gemüsebau“, der Jahresausbildung der Regenerativen Landwirtschaft. Der Kurs beginnt mit dem Basismodul im März, dass die Grundlagen und Zusammenhänge des Humus regenerierenden Anbaus zeigt. Es folgen jeweils Praxistage zum Anbau auf bewachsenden Böden im Frühjahr, zur Entwicklung hoher Erträge aus der Bodenfruchtbarkeit im Frühsommer und zum Boden ernähren und Gare aufbauen im Sommer und Herbst. Die Praxistage finden auf den Feldern Biokräuterei statt. Matthias Anders und seine Mitarbeiter können somit ihre Erfahrungen direkt in den Kurs einfließen lassen und die Teilnehmer sehen und erleben die Kulturen über die gesamte Vegetationsperiode hinweg.

Bodenkurs im Grünen für den Gemüsebau

Bildquelle: Uwe E. Nimmrichter

Dietmar Näser gilt mit seinem Unternehmen „Grüne Brücke“ als Vorreiter der Regenerativen Landwirtschaft. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die natürlichen Prozesse und die Bodenfruchtbarkeit jenseits konventioneller Düngung und Bodenbearbeitung. Seine von ihm und Friedrich Wenz entwickelte Methode sorgt für fruchtbare Böden als Grundlage für Produkte, die die Gesundheit von Mensch, Tier und der „Mutter Erde“ erhalten und fördern, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Zielstellung sind gute Erträge bei geringem Aufwand und einer Nachhaltigkeit für die Natur. In Zeiten des zunehmenden Preisverfalls für konventionelle landwirtschaftliche Produkte, der steigenden Kosten und der zunehmenden Umweltprobleme sind das wichtige Zukunftskriterien für jeden Erzeuger.

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Grüne Brücke – Büro für Regenerative Landwirtschaft
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