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Sep
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Unternehmen sollten sich für die neue Realität rüsten

3. Hamburger Dialog am 22.9.2011 – Thema: Herausforderung Demographischer Wandel

Zum dritten Mal lud die Ingenics AG zum Hamburger Dialog. Im ersten schwimmenden Konferenz- und Eventcenter „The Floating Experience“ konnten Vorstand Jörg Herkommer und Andreas Hoberg, Leiter der Ingenics Niederlassung Hamburg, am 22. September über 50 Führungskräfte aus der Wirtschaft begrüßen. Die Wahl der Location – am Kai 10 mit Tagungsraum „Kaizen“, was ja eine japanische Managementmethode bezeichnet, die Kontinuierliche Verbesserung, ein Kernstück aller Ingenics Strategien – war programmatisch. Die Beschäftigung mit der demographischen Entwicklung habe Ingenics darin bestätigt, sich neben den Großkunden, die von der norddeutschen Niederlassung bisher hauptsächlich betreut werden, verstärkt um den Mittelstand zu bemühen. „Bis 2020 wird der deutsche Arbeitsmarkt allein durch den demographischen Wandel 1,8 Millionen Erwerbstätige verlieren“, so Andreas Hoberg. „Mittelständische Unternehmen werden es schwer haben, sich im Wettbewerb um Fachkräfte und Talente gegen Großunternehmen zu behaupten.“ Die frühzeitige Abstimmung der Entwicklungsstrategie könne die Brisanz relativieren: „Aber dafür brauchen wir Mitmacher, nicht Miesmacher.“

„Die Zukunft gehört denen, die der nachfolgenden Generation Hoffnung geben“
Damit war auch schon der Bogen zum Impulsvortrag „Deutschland zwischen Realitätsverweigerung und Tabubruch“ von Peter Hahne geschlagen. Der Fernsehmoderator, Theologe, Philosoph und Bestsellerautor hatte die demographische Entwicklung schon vor vielen Jahren als Schlüsselthema erkannt, das Politik und Gesellschaft aber weitgehend tabuisieren. Zusammen mit dem demographischen Wandel führten uns Werteverlust und Bildungsnotstand auf einen Weg, der dringendes Gegensteuern erfordere. „Wenn die ideellen Werte verfallen, geht es auch an die materiellen Werte“, so Hahne. Schamlose Geldmarktspekulationen seien symptomatisch für eine Entwicklung, die geradewegs in die schlimmste Krise führe: die allgemeine Vertrauenskrise. „Wir brauchen klare Ziele, Mitarbeiter müssen wissen, wofür die Führungskräfte stehen, welche Konzepte, Visionen und Strategien sie haben“, so Hahne. Die demographische Entwicklung zu tabuisieren, sei grob fahrlässig: „Wir konnten vor 30 Jahren wissen, wie die Situation heute ist, und wir wissen heute, wie sie in 30 Jahren sein wird, wir können die Entwicklung schwerlich aufhalten, aber wir haben die Chance, die Auswirkungen zu steuern. Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass jeder dritte Jugendliche ausbildungsunfähig ist.“
Dass sich Ingenics des Themas angenommen hat, begeistert Hahne. „Machen Sie nach diesem Tag keinen Punkt, nehmen Sie etwas mit“, appellierte er. Vorbild sein, Perspektiven zu bieten und die „Abwanderung der Besten“ zu verhindern, sei existenziell wichtig. „Wir brauchen Hoffnungsträger statt Bedenkenträger, Vorbilder statt Vorschriften“, ergänzte er Gastgeber Andreas Hoberg. „Die Zukunft gehört denen, die der nachfolgenden Generation Hoffnung geben.“

„Wir wissen, wo es hingeht, wir können noch reagieren“
Die Frage, wie die Wirtschaft die Zukunft mit den Menschen bewältigen kann, die uns noch zur Verfügung stehen – jedes Jahr erreichen 500.000 Menschen das 65. Lebensjahr, mit immer weniger Arbeitskräften soll immer mehr produziert werden – war Gegenstand von Jörg Herkommers Vortrag zum „Demographischen Wandel in Unternehmen“. Selbstverständlich hat der Ingenics Vorstand konkrete Handlungsvorschläge. Aus der Analyse der Faktoren, die im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität bedrohen, hat Ingenics das Ressourcenmodell für die „Operative Excellence“ aktualisiert und den Menschen konsequent in den Mittelpunkt des Produktionssystems gestellt. Ergänzt durch die Aspekte „Attraktives Unternehmen“ und „Attraktive Region“ entsteht so das Ingenics Schalenmodell, das die Handlungsfelder zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Produktivität benennt und veranschaulicht.
Daraus leitet Ingenics „Vier Bausteine für den Erfolg“ ab, die Jörg Herkommer erläutert. Am Anfang der Methode, die in jedem Unternehmen anwendbar ist, steht der „Demographie-Check“, der über strukturelle Kennzahlen, spezifische Altersstrukturanalysen, Befragungen von Unternehmensleitung und Belegschaft, belastungsorientierten Tätigkeits- sowie Umgebungsanalysen sämtliche Einflüsse der Entwicklung abbildet. Die Maßnahmen „Menschen befähigen“, Produktionssystem weiterentwickeln“ und „Unternehmen attraktivieren“ sollen Unternehmen helfen, die besten Talente zu gewinnen und zu binden und durch intelligente Maßnahmen die älter werdenden Belegschaften zu motivieren.

Den Knaller gibt es nicht, aber viele effektive Einzelmaßnahmen
„Ein Projektbeispiel zeigt, dass – in dem konkreten Unternehmen – das Durchschnittsalter der Belegschaft bis 2020 von 48,8 auf 55,5 Jahre steigen wird, dementsprechend kann man für dieses Unternehmen eine Strategie entwickeln“, sagt Jörg Herkommer. „Wer aber die perfekte Lösung erwartet, in die er investiert und ein berechenbares Ergebnis bekommt, täuscht sich.“ Einen verlässlichen ROI könne man für eine solche Strategie nicht berechnen. „Den Knaller gibt es nicht, aber eine Vielzahl von effektiven Einzelmaßnahmen.“

Nicht entspannend, sondern erneut aufregend war zum Schluss des offiziellen Programms der Auftritt des als „The Enterbrainer“ bekannten mehrfachen Deutschen Meisters der Mentalmagie Andy Häussler.

Das perfekte Zusammenspiel von Location, Information, Austausch und Bewirtung machte diesen dritten Hamburger Dialog zu einem Ereignis, wie zahlreiche Teilnehmer beim „inoffiziellen Teil“ der Veranstaltung versicherten.

Über Ingenics
Die Ingenics AG ist ein innovatives, expandierendes Beratungsunternehmen mit den Geschäftsfeldern Fabrik- und Produktionsplanung, Logistikplanung, Effizienzsteigerung Produktion sowie Effizienzsteigerung Office. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Indien, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt die Ingenics AG rund 180 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 30 Jahren mehr als 2.700 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

Ingenics AG
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