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Aug
07

Mütter punkten mit Soft Skills

Tipps für die erfolgreiche Bewerbung

Mütter punkten mit Soft Skills

Mütter sollten ihre Familienphasen in einer Bewerbung erwähnen. Sie deuten auf soziale Kompetenz.

txn. Ist die Elternzeit vorbei, wollen viele Mütter zurück in ihren Job. Oft sehen sie sich jedoch größeren Hürden gegenüber als Väter mit vergleichbarer Qualifikation. Der Grund: In den meisten Familien kümmern sich die Mütter um die Betreuung der Kinder, mögliche Arbeitszeiten und Flexibilität sind meist eingeschränkt. Für Frauen mit Kind ist es daher besonders wichtig, nicht nur mit einwandfreien Bewerbungsunterlagen, sondern auch durch zusätzliche Schlüsselkompetenzen (Soft Skills) zu überzeugen.

Jeder Arbeitssuchende weiß, dass Personalentscheider nur klar strukturierte, aussagekräftige und einwandfrei formulierte Bewerbungen – im Idealfall nach DIN 5008 – akzeptieren. Die Unterlagen vermitteln einen ersten Eindruck und bieten die Chance für ein persönliches Gespräch. Hier zählen vor allem Vollständigkeit und die korrekte Form: Erst das Anschreiben, dann der Lebenslauf, gefolgt von Zeugnissen und Praktikumsbeurteilungen.

Trotz des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes empfiehlt es sich, ein Bewerbungsfoto mitzuschicken. Dabei geht es nicht um die Attraktivität – ein gut gemachtes Foto informiert und betont für den Betrachter die Wichtigkeit des Jobs für die Bewerberin. Das Foto sollte daher aktuell sein und von einem professionellen Fotografen stammen. Die passende Kleidung entspricht dem Stil eines Vorstellungsgesprächs. Frauen unterstreichen mit einem Blazer oder Kostüm, dezentem Schmuck, etwas Make-up und einer ordentlichen Frisur ihr gepflegtes Auftreten. Ein freundlich-bestimmter Gesichtsausdruck signalisiert Professionalität und Offenheit.

Wie viel Zeit sich ein Personalentscheider für die Bewerbung nimmt, hängt in erster Linie vom Anschreiben ab. In kurzen und prägnanten Sätzen sollte hier klarer Bezug auf die Stellenanzeige, die gewünschten Fachkenntnisse und die erforderlichen Soft Skills genommen werden. Wer zusätzliche, zum Stellenangebot passende Stärken aufführen kann, hat klare Vorteile. „Viele Mütter versuchen in ihrer Bewerbung die Familienphasen zu verstecken. Das ist weder nötig noch sinnvoll, denn viele Frauen erwerben gerade in der Zeit der Kindererziehung für ein Unternehmen interessante Soft Skills, wie soziale Kompetenzen, Organisations- und Durchsetzungsstärke, Kommunikationsvermögen, analytisches Denken oder die Fähigkeit zur Problemlösung“, betont Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland. Wer sich zudem ehrenamtlich oder freiwillig engagiert, punktet zusätzlich.

Viele Firmen erkennen das Potenzial von Frauen gerade im Bereich der Soft Skills und richten ihre Unternehmenspolitik darauf aus. Statt Einzelkämpfer bevorzugen sie Teamplayer, die sich harmonisch in ein bestehendes Arbeitsumfeld einfügen können. Soft Skills werden daher neben der notwendigen Fachkompetenz immer wichtiger. Die Fähigkeit zur Kommunikation ist beispielsweise eine entscheidende Voraussetzung für die effektive Zusammenarbeit in einem Team. Mit einer gut entwickelten Sozialkompetenz fällt es Mitarbeitern leichter, sich auf die verschiedenen Denk- und Arbeitsweisen ihrer Kollegen einzustellen. Und wer vernetzt und ganzheitlich denken kann, trifft keine einseitigen Entscheidungen, sondern zieht sehr viel mehr Informationen in die Lösung seines Problems mit ein. Um den künftigen Arbeitgeber von den eigenen Soft Skills zu überzeugen, lohnt es sich, auf Situationen oder Erfahrungen einzugehen, in denen die gewünschten Kompetenzen bereits eingesetzt wurden. Eine Bewerberin, die sich neben ihrer Familie jahrelang in einem gemeinnützigen Verein engagiert und Arbeitsgruppen geleitet hat, beweist neben ihrem Organisationstalent eine hohe Belastbarkeit, Selbstdisziplin, Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Zuverlässigkeit und Führungsqualitäten. Doch Vorsicht vor Übertreibungen: Wer sich in Superlativen umschreibt, fällt spätestens beim Bewerbungsgespräch auf die Nase.

Bildrechte: Randstad/fotolia

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