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Sep
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Falle Dispokredit? Verbraucherschützer kritisieren Bankenpraxis

Aktuelle Studie deckt auf, dass Banken in 70 Prozent aller untersuchten Fälle die Umwandlung des teuren Dispo-Kredits in einen günstigeren Ratenkredit verweigern – meist mit fadenscheinigen Argumenten. TARIFCHECK24 rät zum aktuellen Vergleich von Zinskonditionen und zum Wechsel des Kreditinstitutes
Falle Dispokredit? Verbraucherschützer kritisieren Bankenpraxis

Hamburg / Wentorf, 26. September 2011 – Dispositionskredite sind eigentlich für die flexible Überbrückung von kurzfristigen finanziellen Engpässen gedacht. Entsprechend hoch fallen die Zinsen aus. In der Regel lassen sich die Banken den Überbrückungskredit mit zwölf Prozent verzinsen, teilweise sogar mit mehr als 15 Prozent. Handelt es sich tatsächlich nur um einen kurzfristigen finanziellen Engpass – etwa bis zum nächsten Gehaltseingang – dann machen sich die hohen Zinssätze kaum bemerkbar.

Gänzlich anders sieht es dagegen aus, wenn Verbraucher immer tiefer in den Dispo „rutschen“: Nach einer aktuellen Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) überziehen mehr als 90 Prozent der Ratsuchenden in Schuldnerberatungsstellen ihr Konto um mehr als zwölf Monate. Vier von zehn Betroffenen sogar mit mehr als 3.000 Euro. „Viele Schuldner drohen am horrenden Dispo-Zinssatz ihrer Hausbank finanziell zu ersticken, dabei gibt es wesentlich günstigere Alternativen“, sagt Jan Schust, Vorstand von TARIFCHECK24, eines der führenden unabhängigen Versicherungs- und Finanzportale mit mehr als 25 Millionen Nutzern im Jahr (www.tarifcheck24.com).

Aktuell werden Ratenkredite schon für einen Zinssatz von unter fünf Prozent angeboten. Schuldner, die ihren teuren Dispositionskredit in einen günstigen Ratenkredit umschulden, können so ihre Zinslast theoretisch mehr als halbieren. Verbraucherschützer schlagen dennoch Alarm: Laut der Studie des vzbv lehnen sieben von zehn Banken den Umschuldungswunsch ihrer Kunden ab.

Banken sind die Profiteure der hohen Dispo-Zinssätze, sie haben daher häufig kein Eigeninteresse an der Ablösung des Überbrückungskredits und weisen die Schuldner mit fadenscheinigen Gründen ab. „Zwölf oder mehr Prozent Zinsen bei längerfristigen Verbindlichkeiten grenzt an Wucher. Verweigert die Bank eine Umschuldung, dann sollte der Betroffene die Ratenkreditangebote anderer Finanzinstitute im Internet vergleichen. Mit dem individuell besten Ratenkreditangebot wird anschließend der Dispositionskredit bei der Hausbank abgelöst“, rät Finanzexperte Jan Schust.

Banken geben günstigen Refinanzierungssatz häufig nicht an Kunden weiter

Die letzte Leitzinsänderung hat die Europäische Zentralbank (EZB) am 7. Juni 2011 durchgeführt. Seitdem verharrt der Hauptrefinanzierungssatz bei 1,5 Prozent, für den Spitzenrefinanzierungssatz müssen Geschäftsbanken 2,25 Prozent Zinsen zahlen. Die Zinssätze für die wichtigsten Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken liegen damit nur knapp über dem historischen Allzeittief. Diese günstigen Sätze werden jedoch von vielen Kreditinstituten nicht an ihre Kunden weitergegeben.

Dies betrifft nicht nur die teuren Dispo-Zinssätze, die in keiner Relation mehr zu den günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken stehen, sondern auch die Ratenkredite: Einige Kreditinstitute verlangen deutlich mehr als sechs Prozent Zinsen, obwohl das Kreditinstitut sich für einen Bruchteil der Kosten bei der Europäischen Zentralbank refinanzieren kann. Andere Kreditinstitute geben die günstigen Leitzinssätze zumindest in Teilen an die Kunden weiter. Als Folge der unterschiedlichen Kreditvergabepraxis der Banken unterscheiden sich die Ratenkredite erheblich. Um günstige Ratenkredite zu ermitteln, sollten sich Kreditnehmer ausführlich im Internet informieren und die Kreditangebote der verschiedenen Anbieter beispielsweise auf www.tarifcheck24.com/kredit/vergleich/ unverbindlich miteinander vergleichen.

TARIFCHECK24-Vergleichstest zeigt erhebliche Leistungsunterschiede bei Ratenkrediten

Aufgrund des vergleichsweise niedrigen Leitzinsniveaus sind die Zinskonditionen bei Ratenkrediten mit einer kurzen Laufzeit derzeit deutlich günstiger als bei Ratenkrediten mit einer langen Laufzeit. Dass es sich dabei jedoch nur um durchschnittliche Richtwerte handelt, verdeutlicht folgender Vergleichstest, durchgeführt auf www.tarifcheck24.com/kredit/vergleich/ am 26. September 2011: Der günstigste Ratenkredit im Vergleich (Santander) bei einer Laufzeit von 12 Monaten und einer Kreditsumme von 3.000 Euro hat einen effektiven Jahreszins von 2,89 Prozent, während der Zinssatz vom teuersten Ratenkredit im Vergleich (easyCredit) bei selber Laufzeit und selber Kreditsumme mindestens 5,99 Prozent beträgt. Bei ersterem müssen für Zins, Tilgung und Gebühren monatlich 253,88 Euro aufgewendet werden, während beim teuren Kredit monatlich 257,97 Euro fällig werden – die Mehrbelastung beträgt fast 50 Euro. Kreditnehmer sind also gut beraten, wenn sie vor dem Abschluss möglichst viele Ratenkredite vergleichen.

Dispo-Falle durch realistische Kreditlaufzeiten vermeiden

„Natürlich ist jeder Kreditnehmer bestrebt, die Kreditlaufzeit möglichst kurz zu halten. Schließlich fällt die Zinsbelastung bei einer kürzeren Tilgungsspanne entsprechend niedriger aus“ sagt Finanzexperte Jan Schust. „Trotzdem sollten Verbraucher beim Kreditabschluss Realismus walten lassen. Häufig schätzen Kreditnehmer ihre finanzielle Leistungsfähigkeit zu optimistisch ein, schlimmstenfalls können die Kreditraten dann nur geleistet werden, indem wieder der teure Dispositionskredit in Anspruch genommen wird“ warnt Schust. Auf diese Weise kommen dem Kreditnehmer Ratenkredite mit kurzer Laufzeit deutlich teurer als längerfristig angelegte Darlehen.

Vor dem Abschluss eines Kredites sollten Kreditnehmer am besten eine Aufstellung über ihre finanzielle Leistungsfähigkeit anlegen. Empfehlenswert ist, dass die Tilgungsraten nicht „auf Kante genäht“ sind, sondern immer noch genügend Luft für finanzielle Eventualitäten lassen. Viele Ratenkreditanbieter räumen dem Kreditnehmer zudem Sondertilgungen ein. Weitere Informationen und Tipps zum Thema Kredite lassen sich über www.tarifcheck24.com/kredit/ abrufen.

Die TARIFCHECK24 AG gehört mit ihrem Versicherungs- und Finanzportal Tarifcheck24.de zu einem der führenden Anbieter dieser Sparte. Seit 2001 ist das Unternehmen – bekannt aus Presse, Funk und Fernsehen – auf dem Markt. Tarifcheck24.de bietet seinen rund 25 Millionen Besuchern im Jahr umfangreiche Versicherungs- und Finanzvergleiche diverser Sparten an.

Von vielen führenden Internetdiensten wird zum Beispiel der TÜV-geprüfte KFZ-Versicherungsvergleich empfohlen. Zahlreiche Onlinerechner und die persönliche Beratung zu allen gängigen Versicherungsprodukten verschaffen dem TARIFCHECK24-Nutzer schnell und effizient einen Überblick über den Markt.

Alle Informationen und Vergleiche zu Versicherungen und Finanzen auf www.tarifcheck24.de

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