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Feb
28

Deutsche mögen ethisch-ökologische Investments

Ethisch, ökologisch, nachhaltig und sozial – Deutsche möchten gerne nach diesem Prinzip Geld anlegen, sprich Gewinne machen und gleichzeitig ein reines Gewissen dabei haben.

Deutsche mögen ethisch-ökologische Investments

(Bildquelle: https://pixabay.com/)

Neben dem Wunsch, Gutes zu tun, bevorzugen einige Anleger auch Investments abseits der Börse, weil die Marktbewegungen am Aktienmarkt ihnen undurchschaubar erscheinen. Allerdings haben manche Kapitalanleger mit diesen Präferenzen in der Vergangenheit schon Geld verloren – und damit die Lust am Investieren. Dem Trend der Deutschen zur nachhaltigen Geldanlage folgen seit geraumer Zeit auch ETF-Emittenten. So bieten sie ethische sowie ökologische Indexfonds auf Aktien an. Auf Umweltthemen spezialisierte Fonds gibt es dagegen schon länger; sie sind für Kleinanleger allerdings recht teuer und oftmals schwierig zu erwerben.

Was genau ist unter einem ökologisch-ethischen Investment zu verstehen?

Zunächst einmal ist festzustellen, dass keine allgemeingültigen Standards zu ethischen, ökologischen, sozialen und nachhaltigen Investments existieren. Der Markt ist nicht reguliert, es gibt keine feste Bindung an Regeln. Es fehlt eine eindeutige Definition sowie Transparenz. Nähert man sich der „grünen“ Geldanlage über die allgemeinen Begriffsdefinitionen, stößt man auf folgende Erklärungen: Ökologisch bedeutet allgemein die Umwelt des Menschen betreffend, im engeren Sinne ihr Schutz und ihre Erhaltung. Je nach Auslegung wird diesbezüglich die Kohle- und Ölindustrie kritisch betrachtet. Mit Ethik verbunden ist ein Verantwortungsgefühl, das auf Moral beruht. Dabei ist meist der Verzicht auf Kinderarbeit, Waffengeschäfte, Atomenergie oder Gentechnik gemeint. Nachhaltigkeit setzt auf eine anhaltende Wirkung, besonders im Bereich Umwelt. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft: Danach darf nur so viel Wald abgeholzt werden, wie nachgepflanzt wird. Eine Wasserinfrastruktur, die die Erhaltung von sauberem Wasser gewährleistet, gehört zum Nachhaltigkeitsanspruch.

Eine „saubere“ und gleichzeitig rentable Geldanlage zu finden, bleibt schwierig

Die Anbieter „sauberer“ Fonds haben einen viel höheren Rechercheaufwand, um die Authentizität des ökologisch-ethischen Investitionsobjektes zu prüfen. Und dieser Zeitaufwand kostet Geld, der sich in den jährlichen Fondsgebühren niederschlägt und schon im Vorfeld die Rendite schmälert. Die Anforderung an Unternehmen, einerseits dem „grünen“ Anlageprofil zu entsprechen und andererseits so hohe Gewinne zu erzielen, dass sich eine Geldanlage auch finanziell auszahlt, bleibt also nach wie vor eine Herausforderung. Am Markt haben sich dennoch einige Kriterien etabliert: Best-in-Class-Verfahren, ethisch-ökologische Geldanlagen nach Ausschlusskriterien oder mit Positivkriterien. Best-in-Class sind branchenunabhängig die Firmen, die den ethisch-ökologischen Anspruch am besten umsetzen. Anhand von Ausschlusskriterien ausgewählte Unternehmen vermeiden im Geschäftsmodell kritische Vorgehensweisen in Bezug auf Umwelt, Ethik und Soziales. Umgekehrt müssen Unternehmen bestimmte Kriterien erfüllen, um bei der Auswahl durch Positivkriterien aufgenommen zu werden.

Risiken bei „grünen“ Investitionsobjekten

Neue Projekte, die sich noch nicht bewährt haben, sind risikoreicher. Weniger Wagnis gibt es, wenn bereits auf eine bauliche Infrastruktur oder auf bestehende Bauobjekte beziehungsweise Verträge zurückgegriffen werden kann. Staats- oder staatsnahe Projekte bieten dagegen meistens eine höhere Sicherheit, doch entwickeln sie sich oft nur langsam. Einen Einfluss dabei hat, wie sich die Regierung des entsprechenden Landes bezüglich der Einhaltung von Vereinbarungen verhält. Insbesondere umweltpolitische und sozialpolitische Änderungen können hier Auswirkungen auf Umweltprojekte haben. Bei privaten Investitionspartnern ist auf die Liquidität sowie auf eine bereits erfolgreiche Realisierung abgeschlossener Projekte zu achten. Je langfristiger die Verträge laufen, desto höher ist die Chance auf Verwirklichung, wobei das Return-on-Investment dann auf lange Sicht realisiert wird. Kurzum: Die Wirtschaftlichkeit von Projekten muss auch bei „grünen“ Geldanlagen gewährleistet sein, damit sie nicht vorzeitig beendet werden oder in der Insolvenz landen. Alle Geschäftsbereiche müssen transparent sein, und die Bilanz muss den gleichen Anforderungen unterliegen wie bei konventionellen Unternehmen.

Das Anforderungsprofil realistisch anpassen

Der Kapitalanleger sollte sich auf seine ethischen, ökologischen und sozialen Präferenzen konzentrieren. Dabei ist jedoch detaillierte Recherche notwendig, damit die Kosten und Risiken der Geldanlage zu der angestrebten Rendite passen.

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