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Dez
02

Das Werkzeug aus der Wolke

EU fördert Projekt um Mittelständlern Zugang zu High-Tech-Software zu verschaffen

Das Werkzeug aus der Wolke

(Mynewsdesk) High-Tech-Software für Ingenieure ist teuer. Mittelständische Unternehmen benötigen diese aber nicht ständig. Im EU-Projekt CloudFlow erschließen Forscher besondere Softwarelösungen für kleine und mittlere Unternehmen. Die Möglichkeiten kommen dabei direkt aus der Wolke.

(Darmstadt/Rostock/Graz) Das wichtigste Werkzeug eines Ingenieurs ist der Computer. Egal ob Brücke, Auto oder Rasenmäher, jedes Produkt wird heutzutage am Computer entworfen und noch vor dem ersten Prototypen in Simulationen auf seine Tauglichkeit getestet. Zumindest in der Theorie ist dies tatsächlich so. In der Praxis müssen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) auf viele der Möglichkeiten verfügbarer Ingenieur-Software verzichten. „Kleine Ingenieurbüros haben an manchen Speziallösungen überhaupt nur ein paar Mal im Jahr Bedarf“, erklärt Professor André Stork vom Fraunhofer IGD. „Aufträge, die solche High-Tech-Lösungen erforderlich machen, werden deshalb entweder an Spezialisten weitergegeben oder nicht angenommen.“

Diese Situation zu verbessern, ist der Auftrag der elf Partnerinstitutionen aus sieben Ländern des EU-Projekts CloudFlow, welches Stork und sein Team koordinieren. Die Idee ist, mit der sogenannten Cloud-Technologie den KMU neue Möglichkeiten für ihre Arbeit zu eröffnen. Teure Spezialsoftware wird nicht mehr auf den Rechnern der Ingenieure installiert, sondern funktioniert über das Internet auf der CloudFlow-Plattform. Diese stellt in den kommenden Jahren Ingenieur-Technologien (wie CAD, CAM oder CAE) unterschiedlichster Anbieter zur Verfügung. Auf der offenen Plattform können Produkte entworfen und simuliert werden. Die zur Verfügung stehenden Server stellen sehr hohe Rechenleistungen zur Lösung komplexer Probleme bereit (High Performance Computing; HPC) „Wir wollen mit offenen Ausschreibungen Anbieter und Nutzer von Ingenieur-Software in ganz Europa zur Mitarbeit in CloudFlow einladen“, erklärt Stork.

Als Endanwender testet die Firma Stellba Hydro GmbH & Co KG, die Turbinen für Wasserkraftwerke überarbeitet und herstellt, die Cloud-basierten Lösungen auf ihre Praxistauglichkeit. Das Unternehmen möchte zukünftig Cloud-Technologien in der Konstruktion, Simulation, Datenverwaltung und in der Qualitätskontrolle der Fertigung einsetzen und erhält durch CloudFlow die Gelegenheit, diese mitzugestalten und Erfahrungen zu sammeln.

CloudFlow wird als Verbundprojekt innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission finanziert (Fördervereinbarung Nr. 609 100).

Am Projekt beteiligen sich bereits:

Forschungsinstitutionen
• Fraunhofer IGD (www.igd.fraunhofer.de) und Fraunhofer IIS (www.iis.fraunhofer.de)
• SINTEF (www.sintef.no)
• DFKI (www.dfki.de)
• University of Nottingham (www.nottingham.ac.uk)

Softwareanbieter (KMU)
• Missler Software (www.topsolid.com)
Anbieter von CAD/CAM-Software
• NUMECA International (www.numeca.com)
Anbieter von CFD-Software
• Jotne (www.epmtech.jotne.com)
Anbieter von PLM-Software
• ITI GmbH (www.iti.de)
Anbieter von Software zur Systemsimulation
• CARSA (www.carsa.es)
Anbieter von Business-Modellen und IT-Sicherheit

HPC-Provider
• Arctur (www.arctur.si)
Anbieter von HPC-Infrastruktur

Endnutzer
• Stellba Hydro (www.stellba-hydro.de)
tätig im Bereich Wasserkraftturbinen (Wartung, Reparatur, Fertigung)

Weiterführende Informationen:
www.eu-cloudflow.eu

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=== Das Werkzeug aus der Wolke (Bild) ===

High-Tech-Software für Ingenieure ist teuer. Mittelständische Unternehmen benötigen diese aber nicht ständig. Im EU-Projekt CloudFlow erschließen Forscher besondere Softwarelösungen für kleine und mittlere Unternehmen. Die Möglichkeiten kommen dabei direkt aus der Wolke.

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Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Hierzu zählen Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.

Das Fraunhofer IGD entwickelt Prototypen und Komplettlösungen nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IGD verwenden, erfassen und bearbeiten Bilder und Graphiken für alle denkbaren computerbasierten Anwendungen.

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in der Wirtschaft. Das Anwendungsspektrum der Konzepte, Modelle und Praxislösungen ist sehr vielfältig aber auch spezialisiert. Es reicht von der Virtuellen Produktentwicklung über Medizin, Verkehr bis hin zu multimedialem Lernen und Training.

Gemeinsam mit seinen Partneruniversitäten forscht das Fraunhofer IGD an verschiedenen Schlüsseltechnologien und arbeitet mit Unternehmen unterschiedlichster Industriesektoren zusammen. Das Fraunhofer IGD hat neben dem Hauptsitz in Darmstadt weitere Standorte in Rostock, Graz und Singapur. Es beschäftigt mehr als 200 (vollzeitäquivalente) feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Etat beträgt über 17 Millionen Euro.

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